Gleicher Maßstab für alle

Alle Projekte – Neuflächenprojekte und Schutzflächenprojekte – müssen sich die selbe Frage gefallen lassen:

Sind sie
a) expansiv,
b) transparent,
c) effizient,
d) biodivers und
e) nachhaltig?

Expansivität

Das schwächste Kriterium bzw. dasjenige, das mit dem größten Wohlwollen betrachtet wird. Ein Neuflächenprojekt ist expansiv, wenn es noch freie Flächen zum Bepflanzen gibt und ein Schutzflächenprojekt ist expansiv, wenn entweder die Schutzfläche ausgedehnt werden soll oder der beabsichtigte  Schutzstandart in der vorhandenen Fläche noch nicht erreicht ist.

Transparenz

Das stärkste Kriterium, besser gesagt dasjenige, an dem die meisten Projekte verbesserungsbedürftig sind. Ein Projekt ist transparent, wenn es

a) eine Karte im Internet gibt, auf welcher die Neufläche bzw. die Schutzfläche so gut abgebildet ist, dass es möglich wäre, sie aufzusuchen und wenn es
b) möglich ist, dem Projekt direkt Spenden zu zuweisen.

Neu hinzugekommen ist die Frage nach
c) ob es einen jährlichen Tätigkeits – und Mittelverwendungsbericht gibt.

Dieses Kriterium erfüllen zur Zeit nur die allerwenigsten Projekte.

Bei den großen Schutzflächenprojekten fragt pro verdura auch danach, ob es vor Ort eine lokale Anlaufstelle gibt, an die sich Besucher wenden können.

Effizienz

Ein Projekt ist effizient, wenn die Kosten je Hektar (je nach Projektart: Neufläche oder Schutzfläche) angegeben werden und angemessen erscheinen.

Biodiversität

Ein Projekt ist biodivers, wenn darauf geachtet wird, dass sich auf den Flächen möglichst viele Tier- und Pflanzenarten halten können.

Nachhaltigkeit

Ein Projekt ist nachhaltig, wenn wirksame Maßnahmen ergriffen werden bzw. abgesichert ist, dass die Vegetationsflächen dauerhaft in gutem Zustand erhalten bleiben. Hier sind vor allem Ansätze zur nachhaltigen Waldnutzung wichtig und die Frage, wie die lokale Bevölkerung in das Projekt integriert wird.

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